" Augeninitiative für weisse Zwergschnauzer "

 

An dieser Stelle ein kurzer Einblick in die Arbeit des JSMEF und der Aufruf an alle die, welche erkrankte Zwergschnauzer (alle Farbschläge) besitzen D N A ihrer Hunde zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt. D N A Tester sowie adressierte Rückumschläge erhalten Sie bei mir.

Jörg Gruszeczka,
Rassebeauftragter für weisse Zwergschnauzer

Lasbeck 13

48329 Havixbeck
Tel.: 00 (49) 2507 5729198

 

Stiftung / Vereinigung für Augenprobleme beim Zwergschnauzer (JMSEF)

Im September2001 hatten die Züchtervereinigungen des UK Gelegenheit, Abgeordnete zu einem öffentlichen Anlass der Tier -Gesundheits-Stiftung (AHT) zu entsenden. Während den folgenden Diskussionen mit Vertretern verschiedener Schnauzer-Clubs, wurde die Gründung obgenannter Stiftung beschlossen. The Miniature Schnauzer Club,The Northern Schnauzer Club und The Miniature Schnauzer Club of Great Britain entsandten je zwei Abgeordnete und der JMSEF wurde im späten Jahr 2002 gegründet.

Die Ziele des JMSEF sind:

1) Geld für den Fond zu sammeln, aus dem die Entwicklung genetischer Tests für die     verschiedenen Augenprobleme, die den Zwergschnauzer betreffen, finanziert werden kann.
2) Bei den Besitzern das Bewusstsein zu wecken für Augenprobleme, welche den
    Zwergschnauzer betreffen. zB. CHC (angeborener, vererbbarer Katarakt), HC
    (vererbbarer Katarakt) und PRA (progressive Retina Atrophie).
3) Mit dem Animal Health Trust und tierärztlichen Spezialisten zusammenzuarbeiten
    und beim Sammeln von DNA-Proben im UK und anderen Ländern zu helfen.

Die drei Augenkrankheiten von denen der Zwergschnauzer betroffen sein kann sind:

1) CHC (Congenital Hereditary Cataracts)
2) HC  (Hereditary Cataracts)
3) PRA (Progressive Retina Atrophy)

Die Firma OPTIGEN in den USA hat bereits einen DNA-Test für eine Genmutation entwickelt, welche die "Typ A PRA" beim Zwergschnauzer verursacht. Untersuchungen zeigen aber, dass noch mindestens ein weiterer Typ von vererbbarer PRA beim Zwergschnauzer existiert. Die Forschung über PRA ist also noch im Gange.

Gemäss Besprechung mit Dr.Cathryn Mellersh von AHT und Herrn Stuart Ellis, z.Z. Vorsitzender der Expertengruppe, wurde ein Dokument erstellt, welches an Besitzer betroffener Zwergschnauzer abgegeben wird.

Jedes Jahr sendet die JMSEF eine Kopie ihrer geprüften Konten zu Dr. Mellersh und sie informiert die Stiftung über die Anzahl der eingegangenen Proben. DNA-Proben wurden von UK und auch anderen Ländern eingeschickt.

 

Am 3.Feb. 2008 berichtete die AHT, dass folgende Proben von Zwergschnauzern erhoben wurden:

(siehe Tabelle mit folgenden Rubriken: Ursprungsland/ Anzahl Proben/ Anzahl Betroffene/ Stand bei CHC/ HC/ Uebrige. Die Tabelle enthält 3 Fälle von HC und 1 Fall von CHC, welche zur Ueberprüfung an tierärztliche Augenspezialisten überwiesen wurden.)

Ursprungs-
land
Anzahl
Proben
Anzahl
Betroffene
Stand
CHC
Stand
HC
Stand
Übrige
CZ-Republic 4 2   2  
Dänemark 4        
Finnland 9 2   2  
Deutschland 2 1   1  
Norwegen 8 3   3  
Schweden 8 2   2  
Großbritannien 50 11 8 2 1x PRA ?
USA 1 1   1  
Ursprung? 1 1   1  
Total 87 23 8 14 1

 

DNA-Forschung hat zwei Stufen :

1) Die Untersuchung des Erbmaterials auf das Vorhandensein von speziellen
    Marker-Genen .
2) Die Feststellung der Lokalisation dieser Gene.

Die neueste Information von Dr. Mellersh ist, dass jeweils L 20000 benötigt werden für Stufe 1 jeder der 3 Krankheiten.

Die AHT hat eine grosszügige Spende aus dem Kennel Club Fond erhalten, der für die Forschung nach genetischen Defekten bei verschiedenen Rassen verwendet wird. Es ist möglich, dass ein Teil der Kosten durch diesen Fond (ab)gedeckt werden kann.

Gute Nachricht ist, dass die AHT - nach der erfolgten Genom-Untersuchung und dank dem Hunde-Genom-Projekt - mit nicht mehr als einem weiteren Jahr rechnet zur Lokalisation der Gene; vorausgesetzt man hat überhaupt ein Marker-Gen finden können.

Die Kosten für die 2. Stufe sind in etwa gleich und hängen davon ab, wieviel Zeit aufgewendet werden muss.

Kürzlich konnte die Forschung um den Juvenilen Katarakt des Boston Terriers profitieren von den Ergebnissen der Arbeit für den HC beim Staffordshire Bull Terrier. Ein DNA-Test für den JC des Boston Terriers ist nun erhältlich für L 60 pro Hund.

12 DNA-Proben von betroffenen Hunden plus einige Proben ihrer (Wurf)Geschwister, Eltern und Grosseltern werden mindestens benötigt, wenn auch eine grössere Anzahl von Proben den Forschern die Arbeit erleichtert.

Wenn dann die Proben beisammen sind, wird die AHT einen Unterstützungsantrag an den Kennel Club CharitableTrust stellen. An dieser Stelle wird dann der Rasseclub - bei uns die JMSEF (mit dem Einverständnis der beteiligten Clubs) - angefragt, die Gelder, welche sie zugesagt haben freizugeben.

Die Probengewinnung mittels eines Abstrichs der Mund-Schleimhaut können die Besitzer betroffener Hunde selber durchführen.

Das Material und die Instruktionen dazu können vom AHT über E-Mail an cathryn.mellersh@aht.org.uk bezogen werden.

Das Wissenschafterteam benötigt einen 5-Generationen-Stammbaum, eine Kopie der vor kurzem durchgeführten Augenuntersuchung und 2 DNA-Proben.

Es werden alle Angaben absolut vertraulich behandelt und die JMSEF jährlich über die Anzahl der eingegangenen DNA-Proben informiert.

Die Stiftung wird mit Zwergschnauzer-Clubs in anderen Ländern Kontakt aufnehmen um DNA-Proben zu erhalten.

Die JMSEF haben auch eine Anzahl Packungen mit Tupfern, Instruktionen und adressiertem Umschlag abzugeben, wenn du sie brauchen solltest.

Die JMSEF trifft sich mehrmals pro Jahr und sind in stetem Kontakt via E-Mail und auf Hundeshows.

Die Konten der Stiftung werden jährlich geprüft durch einen qualifizierten Treuhänder und an die unterstützenden Clubs weitergegeben in Form einer Jahresbilanz zusammen mit einem Bericht.

Die Unterstützung und Grosszügigkeit der Schnauzerfreunde ist phenomenal. Die verschiedenen Geldsammelprojekte der vergangenen Jahre waren zB :

ein Kalender (der den grössten Betrag einbrachte), Produktion von verschiedenen Dingen mit limitierter Anzahl, Versteigerungen, spezielle T-Shirts (mit Schnauzern drauf), Hunde-Vorstellungen, organisierte Ausflüge, Gewinnspiele etc. etc.

Viele der unterstützenden Clubs haben auf verschiedenste Weise Geld gesammelt und der JMSEF überwiesen, ebenso auch viele Einzelpersonen.

Alle Begeisterten innerhalb der Schnauzerfamilie haben die Sache in überwältigender Weise unterstützt, denn ohne diese Unterstützung wäre die JMSEF heute nicht in dieser guten Situation und stetig wachsend.

Wenn sie einen Hund haben der selber betroffen ist von einer dieser Erbkrankheiten oder der ein naher Verwandter eines betroffenen Hundes ist : die AHT benötigt eine DNA-Probe Ihres Hundes.

 

Für weitere Informationen kontaktieren sie Sue McGrann :

Sue McGrann (Secretary & Treasurer)
The Grange,
Ewerby Waithe,
Sleaford,
Lincolnshire,
NG34 9PS,
Tel. 01 526 860087 oder

isaura@ewerbywaithe.freeserve.co.uk